Mittwoch, 14. Juni 2017

Mythos Mosel - Das neue Bild der Mosel.








Terminlich war es für mich eng letztes Wochenende. Eine Einladung, eine Veranstaltung, jagte die nächste. Seit bereits vier Jahren ist aber ein Event gesetzt: Mythos Mosel. Was die Moseljünger, wahrscheinlich in lauer Sommernacht, einen Riesling im Glas, mit Mythos Mosel ins Leben gerufen haben, zieht mittlerweile tausende internationale Besucher an die Mosel. In drei Bereiche aufgeteilt, ist jedes Jahr ein anderer Teil der Mosel Gastgeber. Dieses Jahr luden 23 Weingüter zwischen Detzern und Piesport mit jeweils 3 Gastwinzern zur Verkostung von nahezu 460 (!) Weinen – vorrangig Riesling – ein.
Die Gastwinzer kamen aus den anderen Anbaugebieten der Mosel. So von der Saar, der Obermosel sowie der Terrassenmosel. Dadurch konnten die Besucher unterschiedlichste Lagen, Terroirs und Stilistiken kennenlernen. Bekannte Weingüter wie Nik Weis, St. Urbans-Hof, Leiwen; Markus Molitor, Wehlen; Van Volxem, Wiltingen; Dr. Loosen, Bernkastel-Kues; aktuell hochausgezeichnete Weingüter wie Nikolaus Köwerich und Christopher Loewen, Weingut Carl Loewen, beide aus Leiwen, um nur einige Namen zu nennen, präsentieren sich ebenso wie neue, junge aufstrebende Winzer. So zum Beispiel das Weingut Axel Pauly, Lieser und Weingut Rinke, Mertesdorf. Diese bunte Mischung ausgesuchter Gastgeber und – winzer, machten die Veranstaltung zu einem „Place-to-be“ für Weinliebhaber jedweder Couleur. Lässt sich sonst immer schon einmal ein gegensätzliches Arbeiten einzelner Verbände und Vereine erkennen, zeigte man an diesem Wochenende übergreifend gemeinsam nur eins: Spaß und Freude am Wein und der aktuellen Bewegung im größten Steillagenweinbaugebiet der Welt.

Glücklich, wer schon bei der exclusiven Minikreuzfahrt mit der Prinzess Marie Astrid auf der Mosel zum Grand  Opening dabei sein durfte. Die Tickets hierzu waren bereits nach kürzester Zeit restlos vergriffen. Auf dem Ausflugsschiff verwöhnte unter anderem der Trierer 3-Sterne-Koch Wolfgang Becker die 280 Gäste mit einem Flying-Captains-Dinner. Wein floss aus Magnumflaschen der teilnehmenden Weingüter in die Gläser der Gäste. Welches Ansehen die Veranstaltung mittlerweile genießt zeigte sich selbst bei den Göttern. Wettergott Petrus sorgte bis kurz vor Auslauf des Schiffes für genügend Adrealin im Blut des Veranstalters und manche Dame überdachte schon die Auswahl der Abendgaderobe, ließ dann aber Regen Regen sein und die Mosel strahlte bis zum Ende der Veranstaltung am Sonntagabend bei sommerlichen Temperaturen mit der Sonne um die Wette. Die Auszeichnug „spektakulärster Auftritt des gesamten Wochenendes“ ging an Stuart Pigott, einem international anerkannten Weinkritiker. - Pigott wurde mit einem Wasserflugzeug zur Eröffnungsrede auf der Prinzess Marie Astrid eingeflogen.

Weinjournalist Michael Schmitt, der für die Weinzeitung schlechthin, Janice Robinson, schreibt, fand nur lobende Worte für die junge Generation der Moselwinzer und die Entwicklung des Moselweines. Hätten die jungen Winzer doch häufig im Ausland gelernt, seien freundschaftlich miteinander verbunden und zögen junge Leute an.
Ja, weltoffen, modern und doch der Tradition verbunden bekommt das teilweise immer noch verstaubte Bild der Mosel und ihrer Weine durch sie mehr als deutliche Risse. Ein neues Bild entsteht. Die Moseljünger setzen den Pinsel an und lassen in einer wunderbar erfrischenden Symbiose von traditionellem Weinbau und innovativen Ideen langsam ein neues Bild der Mosel entstehen. Göttlich. Mystisch. Wie die gesamte Geschichte der Mosel, die, dem Himmel sei Dank, noch lange nicht zu Ende geschrieben sein wird. Der Name Moseljünger erklärt sich allerdings ganz weltlich. Moseljünger müssen bei der Aufnahme unter 30 Jahre alt sein und ab 40 zu den Moselälteren wechseln. „Weise“ und beratend stehen sie dann häufig den Jungen zur Seite.

Mythos Mosel ist im Wandel. Vom Geheimtipp zum Kult-Event. Die Winzer zeigten, Wein ist eingefangener Sonnenschein. Ein international wie altersmäßig bunt gemischtes Publikum zeigte, Wein trinken ist sexy.

2018 findet Mythos Mosel vom 25. – 27. Mai statt. Save the date!



Mittwoch, 7. Juni 2017

Saks OFF 5TH - von New York nach Düsseldorf









ERSTER! Am 8. Juni um 11 Uhr öffnen sich die Türen der ersten Saks OFF 5TH Filiale in Europa. Ausgesucht hat man sich für den ersten europäischen Flagship-Store Deutschland und dort natürlich nicht irgendeine Stadt. Mitten in der Modemetropole Düsseldorf, nur wenige Gehminuten von Düsseldorfs Flaniermeile Kö entfernt, präsentiert sich das Outlet im Kaufhauscharme. Die Düsseldorfer wird’s nicht nur um diese Exclusivität freuen. Ist doch somit ihr alt-ehrwürdiges Carsch-Haus, über der Eingangstür ist „Horten“ fest in Stein gemeiselt, somit ein Nobel-Warenhaus geblieben. 1915 von Gustav Carsch & Co. mit dem Werbeslogan „Das Haus für vornehme Herren- und Knabenkleidung, Sport- und Livree-Kleidung und Herren-Mode-Artikel“ feierlich eröffnet, hat es sich den Ruf eines Hauses mit gehobenem Angebot stets bewahrt. Auch wenn sich das Warenangebot immer wieder änderte, es blieb und bleibt gehoben. Ab morgen präsentiert dort Saks OFF 5th, einigen sicherlich schon aus New York bekannt, Premium- und Designermarken mit einem Preisvorteil von bis zu 70%. Auf 3.500 qm², verteilt auf fünf Etagen, werden über 700 verschiedene Premium- und Designermarken angeboten. 

Ich war heute, ich bin ja weiblich und somit ist bei mir die Neugierde genmäßig fest verankert, schon einmal für euch da und habe mich ein bisschen umgeschaut. Wer das Carsch-Haus kennt dem kann ich sagen, es ist das Carsch-Haus geblieben. Klar, es hat einen frischen Innenanstrich bekommen und klar, das Interieur ist dem einer modernen Einkaufsstätte angepasst. Es wirkt jetzt frischer und heller, ansonsten verzichtete man aber weitestgehend auf Veränderung. Die Rolltreppenführung ist ebenso geblieben wie die Aufteilung der einzelnen Etagen. Direkt im Eingangsbereich findet man Designerbekleidung und Taschen sowie Sonnenbrillen. Bis zu 1.000 Taschen und 2.000 Paar Schuhe (!) warten zu stark reduzierten Preisen auf neue Besitzer. In Kartons präsentiert, griffbereit zum Mitnehmen. Lange Zeit zum Überlegen hat man nicht. Weg ist weg und kommt nicht wieder. Dafür aber dann wieder anderes. Die angebotenen Kollektionen sind ca. drei bis 12 Monate alt. Flexibel würde man auf Kundenwünsche reagieren und sehr genau beobachten was des deutschen Kundenherz höher schlagen lässt, so die sympathische Berna Bartosch, die als Chefeinkäuferin gerne Rede und Antwort stand sowie nebenbei auch noch als Dolmetscher für Wayne Drummond, Europapräsident von Sake OFF 5TH, fungierte. Die Ware kann man nicht nur wegen der günstigen Einkaufskonditionen mit solchen Preisnachlässen anbieten, sondern weil man sich auch mit dem Personal beschränkt. Dieses ist nicht zur Beratung angehalten sondern hauptsächlich mit dem Auffüllen der Warenbestände beauftragt.Im Düsseldorfer Flagship-Store geht man nicht nur auf Frauenwünsche ein. Hier kann sich ebenso der modebewusste Mann einkleiden. Die fünfte Etage ist alleine ihm gewidmet. Bis auf die Schuhe findet er hier alles für sich und kann ungestört aussuchen. Auch an die Kinder sowie das traute Zuhause wurde gedacht, letzterer Bereich wird in naher Zukunft noch weiter ausgebaut. Ein Geschenk wird benötigt? Hier findet man edles für jeden Anlass und Geldbeutel. 

Zwei Wochen darf Düsseldorf die Monopolstellung halten, dann folgen die Filialen in Frankfurt und im wöchentlichen Abstand dann Wiesbaden, Heidelberg und Stuttgart in Deutschland sowie Rotterdam und Amsterdam in Holland. Für die Innenstädte sicherlich ein Zugewinn an Attraktivität, der für Belebung sorgt. Die Öffnungszeiten sind übrigens dem Kaufhof, der auch die unterste Etage weiterhin betreibt, angepasst. Zur Zeit sind diese von 9.00 - 20 Uhr.

Montag, 8. Mai 2017

Zwei neue Küchengötter im Sternehimmel

Foto: Koch des Jahres/Melanie Bauer

Joël Ellenberger und Daniele Tortomasi ziehen in das Koch des Jahres Finale ein

Freudestrahlend standen sie heute Abend auf der Altarbühne der Koch des Jahres #klosteredition: Joël Ellenberger vom Brenners Parkrestaurant** Baden-Baden und Daniele Tortomasi von der Schwarzwaldstube*** im Hotel Traube Tonbach Baiersbronn. Sie gewannen beim 3. Vorfinale die ersten beiden Plätze und ziehen damit in das Finale am 09. Oktober auf der weltweit größten Ernährungsmesse Anuga ein. Während die Sieger von Fans und den rund 600 Fachbesuchern bei der Aftershow-Küchenparty gefeiert werden, blicken wir zurück auf einen aufregenden Tag, mit einem Rahmenprogramm, das Gastronomen-Herzen höher schlagen ließ.

Die beiden Jüngsten machen das Rennen

Fünf Stunden Zeit hatten die insgesamt sechs Kandidaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Zubereiten ihres 3-Gang-Wettbewerbs-Menüs. „Joël hat die stimmigste Menükreation präsentiert“ kommentiert der aktuelle Koch des Jahres und Jurymitglied Stefan Lenz die Entscheidung. Der erst 23-jährige Demichef de Partie aus der Schweiz (Winterthur) überzeugte mit einer Vorspeise, bei der Topinambur als Hauptkomponente in verschiedenen Variationen zum Einsatz kam. Zum Hauptgang servierte er Zweierlei von der Taube und rundete das Menü mit seinem Dessert aus Manjari Zartbitter / Bitterorangengarten / Yuzusorbet / Limoncello / Hafer / Pinienkern-Nougatin / Bergamotte / Kaffir-Anglaise und Salzzitrone ab. Der auch erst 23-jährige zweitplatzierte Daniele Tortomasi ist bereits aus der TV-Sendung „The Taste“ bekannt, bei der er es bis ins Halbfinale schaffte. Seinen Küchenstil beschreibt er selbst als  bodenständig, wobei er die handwerkliche Präzision mit frechen Elementen und Aromen untermalt. Für ihre Leistung erhielten die Nachwuchsstars den „goldenen Schlüssel zum Finale“, ein vergoldetes Messer der Firma Friedr. Dick sowie eine digitale Mikrowelle von Hauptsponsor Saro Gastro Products. Beim großen Finale am 09. Oktober auf der Anuga Köln werden Joël und Daniele um den prestigeträchtigen Titel sowie Preisgelder in Höhe von insgesamt 14.500,-€ kämpfen.

Das glorreiche Rahmenprogramm: Von Bistrolution…

Die Klosterkirche Hennef bot eine einmalige Kulisse für das zu dem unkonventionellen Veranstaltungsort passende Rahmenprogramm. Im Mittelpunkt standen revolutionäre Gastronomie-Konzepte, die mit tradierten Regeln brechen. Die Radikalität mit der die zum Thema der Bistronomie geladenen Starköche ihre Konzepte und Kreationen präsentierten, nahm dabei im Laufe des Tages zu. Maximilian Lorenz und Sebastian Franke machten den Auftakt und zeigten, wie sie mit den Kreationen ihres Streetfood-Restaurants Pigbull BBQ zwar der Etikette der Sternegastronomie, nicht jedoch der Qualität der Produkte den Rücken kehren. Julia Sedefdjian, eine der jüngsten Sterneköchinnen Europas vom Les Fables de la Fontaine* Paris, reihte sich mit der Präsentation ihrer Philosophie in diesen Trend ein, wobei die Ungezwungenheit ihrer Kreationen eher durch trendige „Hipster“-Elemente repräsentiert wurde.

… bis Rock’n’Roll

Für ein nahezu „unchristliches“ Show-Down des Tages sorgte das Team des Revolutionstempels „Nobook“ (Barcelona). In einer 45-minütigen Bühnenshow fesselten sie das Publikum nicht nur durch die gewagten Kombinationen und Präsentationen ihrer Gerichte, sondern ebenso mit einer unterhaltsamen Show. Für die #klosteredition kreierten sie „Die Passion Christi“: ein Teller mit biblischen Elementen wie essbaren Nägeln und Rinderherz. Der dazu gereichte Cocktail „Bloody Rose“ spielte auf nahezu groteske Weise auf die Wiederauferstehung Christi an: Eine Rose wurde in das blutrote Getränk getaucht.



Die gesamte Fotostrecke mit Impressionen vom Event gibt es hier:

www.jjg.photography/photographies/51.koch-des-jahres-hennef/


BACK DICH GLÜCKLICH!




Da fang ich doch direkt an zu lachen! Ich mag Backen nämlich nicht. Ich finde das echt nicht gut. Akkurat müssen die Zutaten abgewogen und abgemessen werden, ich geb mir die größte Mühe und was passiert? Das Ergebnis ist einiges von dem Abbild im Backbuch entfernt. Und so ist das jedes Mal. Da vergeht mir bei dem Zeitaufwand und der aufzubringenden Geduld bis ich es endlich fertig gebacken aus der Form nehmen kann, echt die Lust. Schmecken tut´s meistens ok bis gut. Da gebe ich diese Aufgabe doch gerne ab und lasse mich lieber verwöhnen. Na ja. Egal. Wollte ich nur mal kurz erwähnt haben. 
Eigentlich wollte ich euch erzählen, dass ich – einige haben es ja mitbekommen – in Südtirol war. Riesendesaster als ich wieder zu Hause war! Ich war in Südtirol und habe mir keinen Gewürztraminer mitgebracht! Das fällt mir natürlich erst zu Hause auf. Ich kam noch nicht mal dazu, vor Ort einen zu Verkosten! Und dabei ist Gewürztraminer zurzeit einer meiner bevorzugten Weine. Alles Schuld von Evi Tschurtschenthaler. Und dem großartigen Prosecco, den sie einschenkte. Und dem Silentium – ihr wisst ja, dieser grandiose Ort zum Entschleunigen. Und der sensationell gebeizte Lachs und unser Gespräch. Und überhaupt. Wir haben uns übrigens darüber unterhalten wie und womit man Gäste verwöhnen kann. Nur für die Neugierigen unter euch. Während dieser Unterhaltung steht Evi auf, geht weg, kommt wieder und legt mir ein Backbuch hin. Mir! Ha! An dieser Stelle verweise ich noch einmal kurz auf die anfangs geschriebenen Sätze. Evi wusste aber davon nichts. 
Gott sei Dank war meine wunderbare Tochter dabei. Sie riss das Backbuch sofort an sich und fing an darin zu blättern. Ich habe ein bisschen zur Seite geschielt um unauffällig einen Blick auf die aufgeschlagenen Seiten zu werfen. Und dann war es passiert. Nur noch wie aus weiter Ferne nahm ich Evis Stimme war und vernahm was sie erzählte. Sie erzählte davon, dass das Backbuch von ihrer Schwester Waltraud geschrieben wurde – sie hat ein Café, das „Pyramidencafé“ in Oberwielenbach. Man kommt daran vorbei wenn man zu den Erdpyramiden wandert. Diese befinden sich übrigens in Ritten und sind die höchsten und formschönsten Erdpyramiden Europas. Ihre Schwester wäre etwas ganz besonderes. Und in dem Backbuch steht auch zu jedem Kuchen eine kurze Geschichte, welche zu dem Kuchen gehörte. Was? Ach so. Aha. Mhmh. Ich bat meine Tochter mir das Backbuch doch einmal kurz zu geben. Begeistert, so, wie mich sonst nur ganz selten ein Koch- geschweige denn Backbuch kann, betrachtete ich die Fotos und blätterte in dem Buch. Da erzählt die Maulwurftorte vom Friseurbesuch, die Stracciatella-Erdbeer-Torte gesteht die Spionage bei Marianna und die Zitronencremetorte schwärmt noch ein bisschen von Bademeister Fernando. Und in jede Torte und in jeden Kuchen möchte ich am liebsten sofort reinbeißen. Sie sehen so echt aus. Sie sehen so aus, als kämen sie gerade aus der Küche einer liebevollen Bäckerin, die der Optik das bestmöglichste zum Verzaubern gibt aber weiß, letztlich zählen – und auch nur diese bleiben für alle Zeiten abrufbar in der Erinnerung – die inneren Werte. Dieses unvergessliche Erlebnis von erstem Eindruck und dem darauf folgenden offenbarenden. Diese unauslösliche genüssliche Gaumenfreude! Zerschmelzen vor Glück! - Ich werde Bäckerin. Jetzt. Sofort. Ich will es noch einmal versuchen. Den Start erleichtern mir die Tipps der Buchautorin Waltraud Tschurtschenthaler. Zusammengefasst auf einer Seite finde ich am Anfang des Buches die „Grundlagen für ein gutes Gelingen“ und am Ende des Buches verrät mir das Glossar noch „Tipps aus der Backstube“  Süß, das Bambi, welches sofort erkennen lässt welche Torte, welcher Kuchen auch glutenfrei ist. Der Untertitel des Buches lautet übrigens „Kuchenrezepte aus Südtirol , leicht, schnell & verführerisch“. Ja. So ist es. Und sie trösten über vergessenen Gewürztraminer hinweg und über die Zeit, die es braucht bis ich endlich wieder in Südtirol bin um das Leben neu zu entdecken. Ich werde berichten… 
„Back dich glücklich“ von Waltraud Tschurtschenthaler ist unter ISBN 978-88-6839-173-7 im Buchverlag Athesia (www.athesiabuch.it) erschienen und kostet € 19,90 

Über das „Silentium“ von Evi Tschurtschenthaler – für mich gibt es bis dato keinen luxuriöseren Ort der Entspannung - könnt ihr unter http://www.laviavita.de/articles/10.2015/2015.10.01-silentium.pdf alles lesen. Hier findet ihr auch die Kontaktdaten.  

Donnerstag, 6. April 2017

Wiederholungstäter: SternSchnuppern



Ja, ich gebe es zu: Manchmal wiederhole ich mich. Dann allerdings nur aus einem einzigen Grund, wenn es schön ist. Soooo schön. Also wiederholungwürdig schön. Das hier ist so ein Anlass: Am 30. April findet im Hotel & Restaurant „Zur Post“ in Odenthal wieder SternSchnuppern statt. Seit 2010 verführt SternSchnuppern bereits Gourmets zum Träumen. Zum dritten Mal sind die Sterneköche Christopher und Alejandro Wilbrand Gastgeber mit ihrer dafür wie geschaffenen Lokalität. – Die Terrasse lädt übrigens nicht nur zu diesem Event zum Verweilen ein. Dort kann man sich mindestens doppelt verführen lassen. Zunächst mit einem Sterneessen und dann mit einem guten Tropfen im Glas Sternschnuppen beobachten und träumen. ´tschuldigung. Bin etwas abgeschweift. Kann unter gewissen Umständen schon einmal passieren… Schnell zurück zum 30. April. 

Ab 15.30 Uhr beginnt eine Gourmet-
veranstaltung, die für Genießer keine Wünsche offen lässt. Eingeladen haben die beiden Brüder für diesen Tag Jan Cornelius Maier & Tobias Becker vom maiBeck in Köln; Joachim Kaiser aus dem Wirtshaus Meyers Keller in Nördlingen; Günter Rönner vom Akazienhof in Duisburg, 16 Punkte im Gault&Millau, unbedingt mal im Akazienhof in Duisburg besuchen!!! ; Thomas Macyszyn, er hat gerade erst letztes Jahr in Hamburg sein eigenes Restaurant eröffnet mit Schwerpunkt – natürlich – Fisch. Kölner kommen selten alleine. Deshalb ebenfalls mit dabei, Daniel Gottschlich vom Ox und Klee, Ox und Klee im mittleren Kranhaus im Rheinauhafen hält seit 2015 den Stern fest; Gregor Marx vom Bayrischen Hof in München fehlt ebenso wenig wie Philipp Wolter, Küchenchef im PHOENIX Restaurant im Dreischeibenhaus in Düsseldorf; Willi Kebben aus Mönchengladbach grillt seine eigene Wurst und last but not least Helmut Zerlett. Der Filmkomponist und Bandleader – vielen bekannt aus der Harald Schmidt-Show – kann nicht nur Musik. Der Tausendsassa weiß nach einem Praktika bei einem Winzer auch wie der Wein in die Flasche kommt, ist Feinschmecker und zeigt bei SternSchnuppern, dass er ebenfalls den Herd beherrscht. Apropos Wein. Den und nicht nur den, gibt es natürlich ebenso. Dafür verantwortlich zeichnet sich unter anderem das Weingut Poss aus Windesheim an der Nahe. Weine so charakterstark wie der Winzer.  Jetzt wisst ihr sicherlich warum ich mich beim Empfehlen gewisser Dinge gerne wiederhole. SternSchnuppern ist die Garantie für unvergesslich genussreiche Stunden. 

Dieses Mal gibt es übrigens noch ein ganz besonderes Highlight: Manfred Hartmann, freischaffender Künstler aus Bergisch Gladbach, präsentiert ein Teil seiner Bilder! In der Kunstszene ist er schon lange kein Unbekannter mehr. Nach Studien der Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte widmet er sich ganz der bildenden Kunst, die er in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert.  Er ist mehrfacher Preisträger bei der Kunst-Triennale in Köln und Preisträger bei der EXPO in Le Cellier/Frankreich. Es wird also wie immer eine rundum unterhaltende Veranstaltung. Karten könnt ihr unter  www.zurpost.euevent//sternschnuppern/ bestellen.

Dienstag, 4. April 2017

Die lange Nacht und der Wein






Noch eine Weinveranstaltung. Okeeee…. Natürlich soll auch sie - wie all die anderen zahllosen - etwas ganz besonderes sein. Zu mindestens verspricht ihr Name „Lange Nacht der Weine“ eins: Sie fängt dann an, wenn andere Weinveranstaltungen „Auf Wiedersehen!“ sagen. Ziel der Veranstaltung, so erzählt Roland Schmitz als Mitveranstalter mir, eine Weinpräsentation ohne großes Gehabe, ohne Schwellenangst, in einer coolen Location, mit ebensolchem Beat, ein paar Foodständen und der Möglichkeit mit Freunden, passionierten Weinliebhabern und Weininteressierten gute Weine zu genießen. Und all das bitte zur besten Partyzeit! Guter Plan. Die erste Veranstaltung dieser Art fand am 11. September 2015 statt. Sechs weitere folgten 2016 und  2017 startete man in Stuttgart, eine weitere Station war Saarbrücken; Köln, Essen, Münster, Frankfurt und Nürnberg folgen. Um mir das mal anzusehen kam terminlich nur Saarbrücken in Frage. Warum nicht? Auf nach Saarbrücken! Die Location war auf jeden Fall cool. Eine alte Fabrikhalle bot der mit 1.600 Besuchern restlos ausverkauften Veranstaltung die vom Veranstalter gewünschte coole Location und lockere Atmosphäre. Dank des guten Wetters warteten die Besucher vor der Tür entspannt auf den Einlass. Eine erste Möglichkeit des Kennenlernens bot sich somit schon hier und dank kontrolliertem Einlass in Form von Gruppen von ca 20 Personen und charmanter Security gab es drinnen kein großes Gedränge beim Einlösen der Online-Tickets, Abgabe der Mäntel und Abholen eines Weinglases. In bester Stimmung verteilten sich die Gäste an den jeweiligen Weinständen, verkosteten die angebotenen Weine, informierten sich, tauschten sich mit den Winzern aus und erfreuten sich mit an einem schönen Abend. Weinmenschen sind meist gesellige und offene Menschen. So kamen auch Fremde schnell ins Gespräch und manche Kontaktdaten wurden ausgetauscht. Die Besucher hatten also Spaß. Aber war und ist es auch für die Winzer eine gelungene Veranstaltung? Sicherlich. Wie sonst kann es sein, dass der Veranstalter bereits mit über 200 verschiedenen Winzern aus allen deutschen Anbaugebietern zusammengearbeitet hat? Darunter bekannte Namen wie Leitz, Nik Weiss vom St. Urbanshof, Georg Breuer, Hans Wirsching, Balthasar Ress, Winter, Domaine La Louvière, Karthäuserhof und Spitzenbetriebe des VDPs. Einige Winzer sind schon von Anfang an dabei. So zum Beispiel auch Alex Rinke vom Weingut Rinke von der Mosel. Er lässt sich immer wieder gerne vom Publikum überraschen. Es ist, so erzählt er, ein bunter Mix von Weinentdeckern und -kennern. Besonders der daraus entstehende Dialog macht diese Veranstaltung für ihn immer wieder neu und spannend. Schön für den Besucher, dass man ohne großen Aufwand den Wein, der einem besonders gut gefallen hat, bestellen konnte. Oder direkt vor Ort – jeder teilnehmende Winzer bot an einem gemeinsamen Verkaufsstand einen Wein an, den man sofort mitnehmen konnte – kaufen. Dieser war in dem Veranstaltungsprospekt, welches eine gute Orientierung der ausstellenden Winzer und der vier von ihnen zur Verköstigung angebotenen Weine bot, gesondert ausgewiesen. Nach der „Tastingphase“, die vier Stunden dauerte und im Ticketpreis enthalten war, war der Abend aber noch lange nicht zu Ende. Zu einem moderaten Preis konnte man sich die Gläser immer wieder füllen lassen und auf der freigeräumten Fläche bei guter Musik in die Nacht starten. Lange Nacht der Weine eben. Die nächste Veranstaltung findet im Mai in Köln statt. „Lange Nacht der Weine“, eine gut organisierte Veranstaltung, die umsetzt was die Initiatoren sich wünschen: Eine lockere, andere Art der Weinprobe und -verkostung ohne Berührungsängste. Wer Lust bekommen hat auf eine Party mit alten und neuen Freunden sowie besonderen Weinen, sollte sich rechtzeitig um Karten bemühen. Sonst heißt es sicherlich auch beim nächsten Termin im Mai in Köln „Sorry, we´re sold.“ Weitere Infos hierzu findet ihr unter www.lange-nacht-der-weine.de