Ich liebe
meine Heimat und auch wenn ich dort nicht mehr zu Hause bin, so bin ich doch
mit ihr tief verwurzelt und werde es sicherlich auch immer sein. Zur
Westerwald-Brauerei, einer kleinen privaten Brauerei in Hachenburg, verbindet
mich allerdings eine ganz besondere Freundschaft. Das liegt an meinem Wäller
Vorleben. Aber das ist eine ganz private Geschichte. Zurück zu den wunderbaren
Bieren und dem familiären Kontakt vieler Hachenburg-Trinker zu „ihrer“ Brauerei.
Denn die Westerwald-Brauerei hegt und pflegt eine enge Beziehung zu ihren
Kunden und bezieht diese in viele Aktionen mit ein. Sei es bei der Abstimmung
eines Etikettes, eines Werbespruches oder ja, einer neuen Biersorte. Die Brauerei
zeigt sich offen. So entstand auch „Selection No. 6 Chocolate Porter“ Ein
Schokoladenbier? Na ja, gibt es ja schon von der ein oder anderen Brauerei und
diese sowie ähnliche Sorten sind sehr im Trend. Warum stelle ich also gerade
dieses Bier vor? Ja, ok. Bisschen Heimatgefühl ist natürlich dabei. ABER: Das
Hachenburger Bier als solches ist schon von den Zutaten besonders. Und das
schmeckt man auch bei dieser Biersorte. Ich habe es übrigens aus einem
besonderen Weinglas in Begleitung eines Christstollenkonfektes genossen. Genial!
Anstatt eines Weines zum Dessert sicherlich, je nach Dessert, eine tolle
Alternative. Feine Karamell- und Röstmalze geben dem „Selection No. 6 Chocolate
Porter“ die toffeeartige, schokoladige Note. Der Geruch leicht nussig, ein
weicher Antrunk mit einer cremigen, malzbetonten Süße, die sich mit einer
feinen Aromahopfennote zu einem vollmundigen Geschmackserlebnis entfaltet.
Bierkenner sagen übrigens heute „Porter ist ein Cuvée aus Lagerbier, Ale und
Starkbier.“ Dieser Braustil fand seine Anfänge übrigens zu Beginn des 18.
Jahrhunderts in Großbritannien. Das besondere an den Hachenburger Bieren ist
bei allen Biersorten die dort gebraut werden, sie sind aus 100% Aromahopfen.
Dafür verbürgt man sich und garantiert es. Meine Empfehlung, einfach mal die
Biersorten durchprobieren. Es ist bestimmt für jeden etwas dabei. Wo man diese
bekommt und was es sonst noch über die ideenreiche Brauerei zu erfahren gibt,
kann man auf www.hachenburger.de nachlesen. Ganz neu und aktuell: Ein
Braukurs! Eine Supergeschenkidee. Ich schenke es mir selbst. In ca. 6-7 Stunden
werden einem hier die „Basics“ des Brauens und eine spannende Exkursion in
die Welt der Biere vermittelt. Ebenso erhält man einen Kurzüberblick
über die Rohstoffe. Zu Beginn des Kurses wählt man zunächst gemeinsam mit
der Gruppe sein individuelles Bier-Rezept aus. Im Anschluss wird dann
unter der Anleitung eines erfahrenen Brauers Schritt für Schritt der
eigene Biersud hergestellt – vom Maischen bis zum Läutern. Und wer kann
schon von sich sagen, mein Bier? Das braue ich mir selbst.
Dienstag, 17. November 2015
Dienstag, 27. Oktober 2015
Mosel meets Düsseldorf
Das Nooij in der Hoffeldstraße in Düsseldorf ist für mich
ein Sommermärchen. Ich bin nämlich, wenn, nur immer im Sommer dort. Niemals zu
den anderen Jahreszeiten. Ist ein bisschen so wie mit dem Kleiderschrank.
Gewisse Sachen zieht man halt nur zu besonderen Gelegenheiten an. Oder wie beim
Essen und Trinken. Manches geht nur zu bestimmten Jahreszeiten. So ist das halt
auch mit mir und dem Nooij bisher gewesen. Bisher. Und so wäre es auch heute
noch, hätte Annette Köwerich vom Weingut Nick Köwerich aus Leiwen, mich nicht
kontaktet und mir erzählt, sie seien dort zu einem Degustationsmenü. Nun, da
ich ja den Weg nach Leiwen zu finden schon seit langem nicht nur diesem Weingut
versprochen hatte, es aber immer noch nicht geschafft habe, war das doch jetzt
eine willkommene Möglichkeit die beiden wieder zu sehen und ihre Weine in
Begleitung eines Menüs zu verkosten. Frauen sind ja schließlich dafür bekannt, bestehendes
schon einmal spontan über den Haufen zu werfen. Also, dann mal das Nooij im
Herbst! Aufgeregt wie bei einem ersten Date machte ich mich auf den Weg und
betrat mit Herzklopfen und pünktlich das Lokal. Sofort spürte ich, das war eine
richtige Entscheidung. Nicht nur wegen Köwerichs und ihren Weinen. Die Gastgeber
präsentierten sich herzlich, das Restaurant empfing mich mit gemütlicher
Atmosphäre. Platznehmend am Tisch des Weingutehepaars hatte ich Gelegenheit
mich mit Nick Köwerich über die gerade beendete Lese und die an diesem Abend zu
verkostenden Weine zu unterhalten. An standen zur Begleitung des Menüs unter
anderem Weine mit so klangvollen Namen wie „Für Feen und Elfen“ oder „Für
Träumer und Helden“. Aber Namen sind ja, egal wie klangvoll, häufig nur Schall und Rauch. Das kann man sicherlich über die Rieslinge von Nick Köwerich
nicht sagen. Da das Weingut ausschließlich Rieslinge produziert war es spannend,
die unterschiedlichen Qualitäten zu den einzelnen Gängen zu probieren. Gut, dass
ich mich nicht festlegen musste. Aber auch das Essen hatte uneingeschränkte
Aufmerksamkeit verdient. Aus der Küche kam Zitronengrasschaum, Kürbis-Pastinakencreme,
Jakobsmuschel // Erbsenminzschaum, Speckschaum, krosse Speckscheibe //
Schweinebauch, Pastinakenpüree, Pfefferjus, Erbsenpulver//
Mango-/Schokocreationen. Ein rundum
gelungener Abend mit glücklichen Gästen, einem tollen Menü und Weinen, die zum
Träumen einladen. Ich habe jetzt auf jeden Fall ein
Vierjahreszeiten-Restaurant.
Mittwoch, 7. Oktober 2015
LECKER!
Ja, ja. Ich weiß. Ist ja eigentlich verpönt ein Essen so zu bewerten.
Bei Patrick Jabs im „lecker werden“, darf man das. Hier darf man fast alles. Vor
allem normal und natürlich sein. Einigen ist der ambitionierte Profi-Koch
sicherlich schon aus der WDR-Sendung „Kochalarm“ bekannt. Oder ihr habt von „lecker
werden“ bereits im SIow food Genussführer gelesen. In Essen-Werden betreibt
Patrick Jabs mit „seiner“ Steffi und einem sympathischen Team ein Restaurant,
nee, eine Kochschule, nee, auch falsch, eine Cateringfirma, nee, trifft auch
nicht, einen Feinkostladen. Auch falsch. Also nochmal: Der ambitionierte
Profi-Koch Patrick Jabs betreibt in Essen-Werden mit „seiner“ Steffi und einem
überaus sympathischen Team eine für den Gast unkomplizierte Lokalität mit
Loftcharakter, in der man sich einfach treffen, tolle Gerichte aus überwiegend regionalen
Produkten - teilweise aus Eigenanbau - genießen kann. Feine Produkte zu kaufen
bekommt, Essen für die private Veranstaltung bestellen und/oder auch das Kochen
lernen kann. Uff. Wenn ich das so lese bin ich immer noch fasziniert über die
tolle und ungezwungene Atmosphäre, die dort herrscht. Sie spiegelt aber einfach
nur die Betreiber wider. Alles kann, nichts muss. Hier wird es unkompliziert
umgesetzt. Freitags und samstags gibt es eine kleine Mittagskarte. Zu
bestimmten Terminen öffnet „lecker werden“ unter dem Namen „lecker werden
bittet zu Tisch“ auch abends und bietet eine Karte mit unterschiedlichsten Vor-
und Hauptspeisen sowie Dessert und Weinempfehlungen. Um diese Termine zu
erfahren schaut man am besten unter www.lecker-werden.de
nach. Für abends ist übrigens eine Reservierung zwingend erforderlich. Denn für
die Gerichte gilt mittags wie abends: Wenn aus, dann aus. Das wäre dann sehr
schade. Und wer es nicht bis nach Essen-Werden schafft, kauft sich am besten
sein Kochbuch. Dort findet ihr viele leckere Anleitungen zum Nachkochen. Aber
davon erzähle ich euch noch mal extra. Und dann gibt es auch zwei, vielleicht
drei, Rezepte.
Dienstag, 6. Oktober 2015
Chef, Zar - OTTO!
Manchmal denkt man ja, besser geht es nicht. Bis
einem dann eine Einladung zu einem Zarenfrühstück von OTTO-GOURMET anlässlich
der diesjährigen CHEF-SACHE in Köln ins Haus flattert. Da vergisst man, dass
man eigentlich noch im Urlaubsmodus ist und freut sich auf einen kulinarisch
hochwertigen Start in den Tag.
Gutgelaunt begrüßte Wolfgang Otto mit seinem Team
die geladenen Gäste, ließ Champagner von GOSSET ausgießen und gab damit den Startschuss
zu einem besonderen Frühstück frei. Während man Jamón de Bellota Ibérico von
Garimori aus Spanien servierte, stellte Wolfgang Otto ein neues Mitglied seines
Teams vor. Gunnar Tietz als neuer Fleischbotschafter. Dann hieß es US Wagyu
Hüfte // Vodkafrischkäse // Saiblingskaviar // Schwarze Asche (s. Foto) ist
angerichtet. Das nehme ich doch sehr gerne. Die folgende Wagyu Zunge Egg
Benedict wurde als Zungensalat mit Onsenei, Brunnenkresse und Sauce Hollandaise
angeboten. Und last but not least wurde der Uhrzeit entsprechend die im eigenen
Haus kreierte und produzierte Weißwurst vom LiVar Schwein gereicht. OTTO-GOURMET.
Es zeigte sich auch an diesem Morgen, dass der Name Programm ist. Wolfgang Otto
führte kurzweilig durch die einzelnen Gänge und hatte für jeden ein offenes
Ohr. Er beantwortete jegliche Art von Fragen und bezog auch gerne seine
Mitarbeiter mit ein. LaViaVita sagt Danke! für den königlichen Start in den
Tag.
OTTO-GOURMET ist in Sachen Fleisch übrigens nicht
nur erster Ansprechpartner für die Gastronomie. Jeder kann sich auf www.otto-gourmet.de rund um das Thema
Fleisch informieren und im Online-Shop alles direkt bestellen.
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