Dienstag, 20. Juni 2017

amaï - AMAZING!







Ich finde Pop-up-Stores sind etwas Feines. Auch wenn heute häufig der Begriff missbraucht wird, gibt es sie noch, die echten Pop-up Stores. Kurz, exklusiv, besonders. Unlängst hatte Chanel einen, direkt am Carsch-Haus in Düsseldorf um ihren neuesten Lipgloss vorzustellen und im Sevens präsentierte sich amaï. Exklusiv und erstmalig in Deutschland. amaï. Ein besonderer Name, eine besondere Geschichte, ein besonderes Porzellangeschirr. Schmeichelnd und leicht liegt es in der Hand, beruhigt durch die Formen, das minimalistische Design und die modernen, zeitlosen Farben, das Auge und veredelt als zartes Behältnis nicht nur komplette Essen auf faszinierendste Art und Weise. amaiï bedeutet im Dialekt von Antwerpen so viel wie „WOW“.
Die beiden aus Belgien stammenden Designerinnen lernten sich 2011 in ihrer damaligen Wahlheimat Saigon kennen. Überwältigt von der bunten Vielfalt und tropischen Schönheit Vietnams war für sie schnell klar, es musste eine Verbindung geschaffen werden. Eine Verbindung zwischen westlichem Design und traditionellem süd-ostasischem Handwerk. Die Idee für amaï war geboren. Kaolin, ein feines, eisenfreies, weißes Gestein, ist Hauptbestandteil des eleganten Porzellangeschirrs, welches auch den Anspruch auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit befriedigt. Denn diese sind den Designerinnen Ina Stas und Ingrid Ploem wichtig. Ebenso wichtig wie die Produktionsstätte. amaï wird zu 100% durch einen sorgfältig ausgewählten Handwerksbetrieb in Handarbeit – ohne Kinderarbeit, mit fairer Bezahlung der Angestellten - in Vietnam gefertigt und durch den TÜV sowie Intertek getestet und zertifiziert.
In Deutschland ist amaï noch nicht lange auf dem Markt. Der Geheimtipp ist zurzeit ausschließlich über die Handelsagentur abodera zu beziehen. Christine Rosemann, Inhaberin von abodera, lernte die beiden Designerinnen bei einem ihrer zahlreichen Auslandsaufenthalte kennen. Ihre gleichen Ideale und Werte sind die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. So sagen sie nicht nur, sondern leben auch den Satz „Wir haben nur diese eine Erde und die gilt es nicht nur unseren Kindern zu erhalten“.
Das Geschirr ist trotz seiner Zartheit sehr robust und kann bedenkenlos in die Spülmaschine und – sofern man eine Mikrowelle nutzt – in die Mikrowelle. Ich muss allerdings, bevor ihr die Kontaktdaten jetzt lest, einen kleinen Warnhinweis aussprechen: ACHTUNG! Das Geschirr macht süchtig! Ich habe mich bereits infiziert. Mehr Informationen zur Geschichte, was es alles gibt und die Preise, eine Bowl XXS gibt es für € 6,90, bekommt ihr in Deutschland und Europa nur über www.abodera.com  

Koch des Jahres 2017

Auf nach Köln zum Finale: Saarländer und Berner Koch gewinnen das 4. und letzte Vorfinale des diesjährigen Koch des Jahres Live-Wettbewerbs
Foto (c) KdJ/Melanie Bauer Photodesign

Im live ausgetragenen Kochwettkampf um die letzten beiden Tickets zum Finale setzten sich Silio Del Fabro vom GästeHaus Klaus Erfort*** in Saarbrücken und Jürgen Kettner vom Restaurant Schöngrün in Bern gegen ihre vier Mitbewerber aus der D-ACH- Region durch. Mit ihrem Auftritt in der Elbarkaden Lounge der Hamburger HafenCity wurden sie von der hochkarätigen Jury an Bord der kontemporären Spitzengastronomie willkommen geheißen und lichteten gemeinsam den Anker auf dem Weg zum diesjährigen Koch des Jahres Finale auf der im Oktober in Köln stattfindenden weltweit größten Ernährungsmesse Anuga. Die rund 600 Branchenbesucher wurden mit dem umfassenden Rahmenprogramm mit auf eine Reise durch die Welt des gastronomischen Trendsettings genommen.

Beim Hamburger Vorfinale galt es die Gaumen der hochkarätigen Jury zu überzeugen, die sich unter dem Vorsitz von Dieter Müller (MS Europa) aus Starköchen, bekannten Gastrokritikern sowie den Initiatoren der Madrid Fusion, José Carlos Capel und Julia Pérez Lozano, zusammen setzte.

Dies gelang erstplatziertem Silio del Fabro mit seiner Vorspeise Langostino Royal und kross gebratenem Schweineschwanz mit Auberginensalat; einem Hauptgang aus gebratener Etouffé-Taube mit Croustillant von Taubeninnereien, Spitzkohl und Selleriecreme sowie einem aus Cremeux von Valrhona Schokolade, Himbeere und Holunderblüte bestehendem Dessert. Seinen Küchenstil beschreibt Del Fabro selbst als „weniger ist oftmals mehr“. In dieser Philosophie sieht Juror Thomas Macyszyn (Boathouse Hamburg) auch den Erfolgsgrund des 28-jährigen Saarländers: „die wenigen Komponenten waren perfekt abgeschmeckt und darauf kommt es letztendlich an“, so der Sternekoch. Zweitplatzierter Jürgen Kettner versuchte bereits im vergangenen Jahr beim Salzburger Vorfinale in seiner Heimat Österreich sein Glück. Beim zweiten Anlauf hat er es nun geschafft und sich mit seinem an die Schweizer Natur angelehnten Menü den Einzug ins Finale erkocht.

Auf hoher See der kontemporären Gastro-Trends: Rahmenprogramm begeisterte alle

„Welcome abord“ hieß auch das Motto des umfassenden Rahmenprogramms, das die Fachbranchenbesucher mit auf eine Reise durch die Trends der europäischen Meeresküche nahm. Der Wahlhamburger und Sternekoch Thomas Macyszyn stand zuerst auf der Showbühne und präsentierte Lachsbäckchen mit Parmesan und Kaffee, eine Kreation aus seinem Eppendorfer Boathouse. „Komplex aber nicht kompliziert,“ betitelt er während der Show seine authentische Fisch- und Seafoodküche.

Mit den Auftritten von Raúl Resino (Restaurante Raúl Resino, Castellón) und Juan Carlos Padrón (El Rincón de Juan Carlos, Santiago de Teide, Teneriffa) ging die Reise weiter zu spanischen Mittelmeer- und Atlantik-Genüssen. Resino ist für seinen „brutal lokalen“ Küchenstil bekannt. Dafür hatte er typische valenzianische Produkte im Gepäck und kreierte mit „Suquet de gatet“ (katalanisches Katzenhai-Ragout in Miso-Marinade) und „Caixetes al limón“ (katalanische Meeresfrucht mit Zitrone) zwei typische Gerichte der Azahar Mittelmeerküste. Der Vorreiter der „new canarian cuisine“, Juan Carlos Padrón, inspirierte zu mehr Mut in der deutschen Küche und präsentierte unter anderem kanarisches Blutwurstnugat, eine Spezialität seines Hauses.

Die Fotoimpressionen vom Event hier:

Mittwoch, 14. Juni 2017

Mythos Mosel - Das neue Bild der Mosel.








Terminlich war es für mich eng letztes Wochenende. Eine Einladung, eine Veranstaltung, jagte die nächste. Seit bereits vier Jahren ist aber ein Event gesetzt: Mythos Mosel. Was die Moseljünger, wahrscheinlich in lauer Sommernacht, einen Riesling im Glas, mit Mythos Mosel ins Leben gerufen haben, zieht mittlerweile tausende internationale Besucher an die Mosel. In drei Bereiche aufgeteilt, ist jedes Jahr ein anderer Teil der Mosel Gastgeber. Dieses Jahr luden 23 Weingüter zwischen Detzern und Piesport mit jeweils 3 Gastwinzern zur Verkostung von nahezu 460 (!) Weinen – vorrangig Riesling – ein.
Die Gastwinzer kamen aus den anderen Anbaugebieten der Mosel. So von der Saar, der Obermosel sowie der Terrassenmosel. Dadurch konnten die Besucher unterschiedlichste Lagen, Terroirs und Stilistiken kennenlernen. Bekannte Weingüter wie Nik Weis, St. Urbans-Hof, Leiwen; Markus Molitor, Wehlen; Van Volxem, Wiltingen; Dr. Loosen, Bernkastel-Kues; aktuell hochausgezeichnete Weingüter wie Nikolaus Köwerich und Christopher Loewen, Weingut Carl Loewen, beide aus Leiwen, um nur einige Namen zu nennen, präsentieren sich ebenso wie neue, junge aufstrebende Winzer. So zum Beispiel das Weingut Axel Pauly, Lieser und Weingut Rinke, Mertesdorf. Diese bunte Mischung ausgesuchter Gastgeber und – winzer, machten die Veranstaltung zu einem „Place-to-be“ für Weinliebhaber jedweder Couleur. Lässt sich sonst immer schon einmal ein gegensätzliches Arbeiten einzelner Verbände und Vereine erkennen, zeigte man an diesem Wochenende übergreifend gemeinsam nur eins: Spaß und Freude am Wein und der aktuellen Bewegung im größten Steillagenweinbaugebiet der Welt.

Glücklich, wer schon bei der exclusiven Minikreuzfahrt mit der Prinzess Marie Astrid auf der Mosel zum Grand  Opening dabei sein durfte. Die Tickets hierzu waren bereits nach kürzester Zeit restlos vergriffen. Auf dem Ausflugsschiff verwöhnte unter anderem der Trierer 3-Sterne-Koch Wolfgang Becker die 280 Gäste mit einem Flying-Captains-Dinner. Wein floss aus Magnumflaschen der teilnehmenden Weingüter in die Gläser der Gäste. Welches Ansehen die Veranstaltung mittlerweile genießt zeigte sich selbst bei den Göttern. Wettergott Petrus sorgte bis kurz vor Auslauf des Schiffes für genügend Adrealin im Blut des Veranstalters und manche Dame überdachte schon die Auswahl der Abendgaderobe, ließ dann aber Regen Regen sein und die Mosel strahlte bis zum Ende der Veranstaltung am Sonntagabend bei sommerlichen Temperaturen mit der Sonne um die Wette. Die Auszeichnug „spektakulärster Auftritt des gesamten Wochenendes“ ging an Stuart Pigott, einem international anerkannten Weinkritiker. - Pigott wurde mit einem Wasserflugzeug zur Eröffnungsrede auf der Prinzess Marie Astrid eingeflogen.

Weinjournalist Michael Schmitt, der für die Weinzeitung schlechthin, Janice Robinson, schreibt, fand nur lobende Worte für die junge Generation der Moselwinzer und die Entwicklung des Moselweines. Hätten die jungen Winzer doch häufig im Ausland gelernt, seien freundschaftlich miteinander verbunden und zögen junge Leute an.
Ja, weltoffen, modern und doch der Tradition verbunden bekommt das teilweise immer noch verstaubte Bild der Mosel und ihrer Weine durch sie mehr als deutliche Risse. Ein neues Bild entsteht. Die Moseljünger setzen den Pinsel an und lassen in einer wunderbar erfrischenden Symbiose von traditionellem Weinbau und innovativen Ideen langsam ein neues Bild der Mosel entstehen. Göttlich. Mystisch. Wie die gesamte Geschichte der Mosel, die, dem Himmel sei Dank, noch lange nicht zu Ende geschrieben sein wird. Der Name Moseljünger erklärt sich allerdings ganz weltlich. Moseljünger müssen bei der Aufnahme unter 30 Jahre alt sein und ab 40 zu den Moselälteren wechseln. „Weise“ und beratend stehen sie dann häufig den Jungen zur Seite.

Mythos Mosel ist im Wandel. Vom Geheimtipp zum Kult-Event. Die Winzer zeigten, Wein ist eingefangener Sonnenschein. Ein international wie altersmäßig bunt gemischtes Publikum zeigte, Wein trinken ist sexy.

2018 findet Mythos Mosel vom 25. – 27. Mai statt. Save the date!



Mittwoch, 7. Juni 2017

Saks OFF 5TH - von New York nach Düsseldorf









ERSTER! Am 8. Juni um 11 Uhr öffnen sich die Türen der ersten Saks OFF 5TH Filiale in Europa. Ausgesucht hat man sich für den ersten europäischen Flagship-Store Deutschland und dort natürlich nicht irgendeine Stadt. Mitten in der Modemetropole Düsseldorf, nur wenige Gehminuten von Düsseldorfs Flaniermeile Kö entfernt, präsentiert sich das Outlet im Kaufhauscharme. Die Düsseldorfer wird’s nicht nur um diese Exclusivität freuen. Ist doch somit ihr alt-ehrwürdiges Carsch-Haus, über der Eingangstür ist „Horten“ fest in Stein gemeiselt, somit ein Nobel-Warenhaus geblieben. 1915 von Gustav Carsch & Co. mit dem Werbeslogan „Das Haus für vornehme Herren- und Knabenkleidung, Sport- und Livree-Kleidung und Herren-Mode-Artikel“ feierlich eröffnet, hat es sich den Ruf eines Hauses mit gehobenem Angebot stets bewahrt. Auch wenn sich das Warenangebot immer wieder änderte, es blieb und bleibt gehoben. Ab morgen präsentiert dort Saks OFF 5th, einigen sicherlich schon aus New York bekannt, Premium- und Designermarken mit einem Preisvorteil von bis zu 70%. Auf 3.500 qm², verteilt auf fünf Etagen, werden über 700 verschiedene Premium- und Designermarken angeboten. 

Ich war heute, ich bin ja weiblich und somit ist bei mir die Neugierde genmäßig fest verankert, schon einmal für euch da und habe mich ein bisschen umgeschaut. Wer das Carsch-Haus kennt dem kann ich sagen, es ist das Carsch-Haus geblieben. Klar, es hat einen frischen Innenanstrich bekommen und klar, das Interieur ist dem einer modernen Einkaufsstätte angepasst. Es wirkt jetzt frischer und heller, ansonsten verzichtete man aber weitestgehend auf Veränderung. Die Rolltreppenführung ist ebenso geblieben wie die Aufteilung der einzelnen Etagen. Direkt im Eingangsbereich findet man Designerbekleidung und Taschen sowie Sonnenbrillen. Bis zu 1.000 Taschen und 2.000 Paar Schuhe (!) warten zu stark reduzierten Preisen auf neue Besitzer. In Kartons präsentiert, griffbereit zum Mitnehmen. Lange Zeit zum Überlegen hat man nicht. Weg ist weg und kommt nicht wieder. Dafür aber dann wieder anderes. Die angebotenen Kollektionen sind ca. drei bis 12 Monate alt. Flexibel würde man auf Kundenwünsche reagieren und sehr genau beobachten was des deutschen Kundenherz höher schlagen lässt, so die sympathische Berna Bartosch, die als Chefeinkäuferin gerne Rede und Antwort stand sowie nebenbei auch noch als Dolmetscher für Wayne Drummond, Europapräsident von Sake OFF 5TH, fungierte. Die Ware kann man nicht nur wegen der günstigen Einkaufskonditionen mit solchen Preisnachlässen anbieten, sondern weil man sich auch mit dem Personal beschränkt. Dieses ist nicht zur Beratung angehalten sondern hauptsächlich mit dem Auffüllen der Warenbestände beauftragt.Im Düsseldorfer Flagship-Store geht man nicht nur auf Frauenwünsche ein. Hier kann sich ebenso der modebewusste Mann einkleiden. Die fünfte Etage ist alleine ihm gewidmet. Bis auf die Schuhe findet er hier alles für sich und kann ungestört aussuchen. Auch an die Kinder sowie das traute Zuhause wurde gedacht, letzterer Bereich wird in naher Zukunft noch weiter ausgebaut. Ein Geschenk wird benötigt? Hier findet man edles für jeden Anlass und Geldbeutel. 

Zwei Wochen darf Düsseldorf die Monopolstellung halten, dann folgen die Filialen in Frankfurt und im wöchentlichen Abstand dann Wiesbaden, Heidelberg und Stuttgart in Deutschland sowie Rotterdam und Amsterdam in Holland. Für die Innenstädte sicherlich ein Zugewinn an Attraktivität, der für Belebung sorgt. Die Öffnungszeiten sind übrigens dem Kaufhof, der auch die unterste Etage weiterhin betreibt, angepasst. Zur Zeit sind diese von 9.00 - 20 Uhr.